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GenAI Excellence

Generative AI und LLMs sind keine Zukunftstechnologien mehr, über die man aus sicherer Distanz spekulieren kann. Sie verändern bereits heute, wie Ideen entstehen, wie Inhalte produziert, wie Prozesse gestaltet und wie Geschäftsmodelle weiterentwickelt werden. Und dennoch verharren viele Debatten im Ungefähren: in Prognosen, Befürchtungen und Grundsatzfragen. Was GenAI angeblich kann. Was sie vielleicht verändern wird. Welche Chancen sie eröffnet. Welche Risiken sie birgt.

Die entscheidende Frage ist aber längst eine andere: Was passiert, wenn kreative Unternehmen diese Technologien nicht nur beobachten, sondern anwenden?

Genau darauf gibt die Initiative GenAI Excellence eine Antwort. Sie zeigt sieben außerordentliche Beispiele aus der Praxis. Projekte, in denen generative KI nicht als Schlagwort vorkommt, sondern als Werkzeug, als Hebel, als Experimentierfeld und als Treiber neuer Ideen und Wertschöpfung.

Diese Beispiele machen sichtbar, worum es jetzt geht: um konkrete Anwendung, kreativen Mut und die Fähigkeit, technologische Möglichkeiten in wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Wirkung zu übersetzen.

Der Creative Industries Rat ist überzeugt: Digital Literacy entsteht durch diese Diskussion und durch Tun. Wer generative AI wirklich verstehen will, was sie kann, wo ihre Grenzen liegen, wie sie in der eigenen Arbeit Wert schafft, muss experimentieren, scheitern, neu versuchen. Im Anwenden findet man, was in keinem Vortrag steht und findet dort eher Lösungen, die eine souveräne Zukunft gestalten können.

Wer nicht selbst ausprobiert, bleibt Zuschauer. Wer aber tatsächlich probiert, testet und für sich selbst ausreizt, der wird zum kreativen Gestalter. Und Kreativität entstand niemals durch Abwarten. Sie entsteht im Tun, Testen und Ausreizen.

Die sieben europäischen genAI Projekte dieser Initiative sind genau das: Beweise, dass außerordentliche Ergebnisse möglich sind, wenn Teams anfangen zu arbeiten. Sie kommen aus Umweltbildung, Konsumentenschutz, Finanz, Film, Architektur, Design und der Agentur-Praxis.

Diese sieben Projekte sind keine Werbung für Technologie. Sie sind Einladungen zur Auseinandersetzung, zum Übertragen auf die eigene Situation, zum Fragen: „Was wäre in meiner Arbeit möglich, wenn ich diesen Schritt wage?“ Die relevante Frage ist nicht, ob man generative AI einsetzt. Sie ist, wie man sie einsetzt, mit welcher Haltung, welchem Anspruch, welchem Ziel.

Der Creative Industries Rat unterstützt diese Initiativen, weil sie das tun, was nötig ist. Sie machen sichtbar, was bereits passiert. Sie senken die Hemmschwelle für alle, die noch zögern. Und sie erinnert die gesamte Branche daran, dass Digital Literacy nicht nur eine Frage des Wissens ist, sondern des Tuns.

Die 7 Cases im Überblick

RealiTree - wie genAI den Wald neu visualisiert und erlebbar macht

Mit RealiTree hat die Agentur vrisch in Kooperation mit GeoSphere Austria für die Österreichischen Bundesforste eine Augmented-Reality-Anwendung geschaffen, die den Wald der Zukunft am Smartphone oder Tablet erlebbar macht und Wissen mithilfe von generativer KI zugänglich macht.

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Fin — AI CEO Wenn generative KI zur Markenfigur wird

Für die Schweizer Neobank Yuh entwickelte die Digitalagentur LOOP mit „Fin" eine vollständig KI-generierte Brand Persona: ein AI-CEO, der als kommunikative Identität der Marke auftritt. Eine neue Form des Storytellings, bei der genAI nicht im Hintergrund arbeitet, sondern selbst zur Markenfigur wird. Verantwortung und Strategie bleiben menschlich.

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Digital Companion - Generative KI als kulturelle Vermittlerin

„Fix it in post" war jahrzehntelang das Mantra der Filmwelt. Das Wiener Studio Soda Zitron Media dreht diesen Satz um und zeigt dabei, wie ein europäischer Ansatz aussehen kann: bewusst lokal, open source, unabhängig von großen Plattformen und Credit-Modellen. Mit genAI verlagert sich rund 70 Prozent der kreativen Arbeit in die Pre Production: Stimmungen werden früh getestet, Stilistiken definiert, Szenen iterativ entwickelt, bevor kostenintensive Produktionsphasen beginnen. Nicht Geschwindigkeit um jeden Preis, sondern kreative Kontrolle mit Haltung. Nicht „fix it in post" – sondern „fix it in pre".

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Digital Companion - Generative KI als kulturelle Vermittlerin

Die Venice Architecture Biennale ist eine der bedeutendsten und überwältigendsten Kulturplattformen der Welt. Der Digital Companion, entwickelt von Archis / Volume, macht daraus ein persönliches Gespräch: Eine KI-basierte Anwendung, die Besucherinnen durch 800 Beiträge und komplexe Architekturdiskurse navigiert in verständlicher, kontextueller und individueller Weise. Nicht Technologie um der Technologie willen wird hier eingesetzt, sondern genAI fungiert als kulturelle Vermittlerin, die dort Orientierung schafft, wo sonst nur Expertinnen den Überblick behalten.

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Daisy vs. Scammers - Scam the Scammers.

Wenn eine KI-Oma den Betrüger/innen die Zeit stiehlt

Während echte Menschen von Telefonbetrüger:innen abgezockt werden, plaudert Daisy undendlich lange. Die KI-Oma von Virgin Media O2, entwickelt gemeinsam mit VCCP Faith, ist keine Chatbot-Lösung, sondern eine vollständig entwickelte Persönlichkeit: eine britische Großmutter mit Vorliebe für Stricken, ausschweifende Anekdoten und ihren Kater „Fluffy". Trainiert auf echten Scam-Anrufen, hält sie Betrügerinnen gezielt in Gesprächen fest; manchmal über 40 Minuten lang. Das Wertvollste, das sie stiehlt: ihre Zeit. genAI ersetzt hier nicht die Idee, sie macht aus einer cleveren Idee eine funktionierende Waffe gegen Betrug.

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wild - let's create systems of creation

wild - let's create systems of creation
Foto: BMWET

Mehr Optionen sehen, bevor man loslegt – das ist die Kernidee hinter dem Ansatz des Designstudios wild. Generative AI wird nicht am Ende des Prozesses eingesetzt, sondern ganz am Anfang: in der Konzept- und Iterationsphase, wo Ideen noch offen sind und Richtungen noch gewählt werden können. KI multipliziert dabei nicht nur Varianten, sondern erweitert Denkweisen und macht sichtbar, was ohne explorative Iteration verborgen geblieben wäre. Die Entscheidung bleibt menschlich. Der Unterschied liegt darin, dass sie bewusster getroffen wird.

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wild - Website

Ebrar Eke: AI.Architecture generative KI als konzeptionelles Werkzeug

Ebrar Eke: AI.Architecture generative KI als konzeptionelles Werkzeug
Foto: BMWET

Mit AI.Architecture verfolgt Ebrar Eke einen architektonischen Ansatz, der generative AI nicht als bloßes Visualisierungstool versteht, sondern als aktive Designpartnerin. Statt KI zur schnellen Bildproduktion zu nutzen, geht es darum, Sprache, Bilder und Atmosphären in räumliche Architektur zu übersetzen. AI wird hier zum konzeptionellen Werkzeug.

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Kontakt

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an CI@bmwet.gv.at