equalitA
equalitA - Gütesiegel und Auszeichnung
Frauenpolitik ist Wirtschaftspolitik.
Das Gütesiegel equalitA zeichnet Unternehmen und Organisationen aus:
- die Frauen innerbetrieblich fördern,
- die für Geschlechtergerechtigkeit innerhalb des Betriebes sorgen,
- die Frauenkarrieren fördern und sichtbar machen und damit sowohl im eigenen Unternehmen oder in der eigenen Organisation als auch darüber hinaus die berufliche Gleichstellung beider Geschlechter unterstützen.
Einreichung für Unternehmen und Organisationen
Mit der Einführung eines Gütesiegels für Unternehmen und Organisationen setzt das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus ein Zeichen für Chancengerechtigkeit, Gleichstellung und Fairness. Damit wird ein Gütesiegel für die Wirtschaft geschaffen. Zusätzlich wird eine Auszeichnung in drei Kategorien für die innovativsten Maßnahmen im Bereich der innerbetrieblichen Frauenförderung verliehen. Die Frist für die Einreichung für die Auszeichnung "equalitA 2026" für alle Gütesiegel-Unternehmen und Gütesiegel-Organisationen ist vorbei, die neue Frist für 2027 wird bald bekanntgegeben! Die diesjährige Verleihung der drei Jahre gültigen Gütesiegel Urkunden und der Auszeichnungen fand am 2. Juni 2026 statt.
Umgesetzt wird equalitA durch das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus, getragen von führenden Unternehmen sowie Persönlichkeiten der österreichischen Wirtschaft. Steigern Sie die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens oder Ihrer Organisation am nationalen und internationalen Markt und bewerben Sie sich!
Mitmachen können Unternehmen und Organisationen aller Größen und Branchen in ganz Österreich.
Übersicht
Unterstützende Unternehmen
"Frauen, Diversität und Gleichstellung in Unternehmen zu fördern ist nicht nur unsere moralische Verantwortung und Idealismus, sondern ein Erfolgskonzept. Diverse Teams steigern nachweislich die Innovationskraft und wirken sich direkt positiv auf den Umsatz aus. Wir brauchen die Vielfalt an Perspektiven, Herangehensweisen und Ideen. Darum haben wir uns bei Accenture zwei ehrgeizige Ziele gesetzt: 2025 wollen wir insgesamt einen Frauenanteil von 50 Prozent und im Top-Management einen von 30 Prozent erreichen."
Bettina Türk, Managing Director, Diversity Lead Accenture Österreich und
Michael Zettel, Country Manager Accenture Österreich
"Frauenförderung und die Gleichstellung von Mann und Frau müssen in Unternehmen höchsten Stellenwert erhalten und das ist dem Flughafen Wien ein großes Anliegen. Das neue Gütesiegel für die berufliche Förderung von Frauen ist dafür ein wichtiger Schritt, dem sich die Flughafen Wien AG auch anschließen wird. Als einer der größten Arbeitgeber der Ostregion nimmt der Flughafen Wien seine Verantwortung wahr und setzt bereits heute viele Maßnahmen für Förderung von Frauen im Unternehmen, zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie und für Frauen in Führungspositionen."
Dr. Günther Ofner, Vorstandsdirektor der Flughafen Wien AG
"Als Familienunternehmen ist uns die Chancengleichheit für Frauen und Männer besonders wichtig. Bei der Miba beginnt das damit, dass für uns der gleiche Zugang zu allen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten eine Selbstverständlichkeit ist. Es setzt sich fort bei der Offenheit aller Karrierewege für beide Geschlechter, so wird etwa unser Stammwerk mit rund 700 Mitarbeitern von einer Frau geleitet. Und es bedeutet nicht zuletzt ein umfangreiches Angebot zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, etwa unsere Miba Krabbelstube oder eine Sommerferienbetreuung für die Kinder unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter."
DI F. Peter Mitterbauer, CEO Miba AG
"Thales bekennt sich zur Förderung von Frauen im Unternehmen, wobei uns wichtig ist, nicht mit der Gießkanne vorzugehen und Frauen in allen Unternehmensbereichen anzusprechen. Seit Jahren zählen internationale Mentoring Programme, Unterstützung von Frauennetzwerken sowie spezifische Quotenzielsetzungen auf Managementebene und bei Neuaufnahmen zur gelebten Praxis. Ein Gütesiegel gibt uns die Möglichkeit, unsere Überzeugung besser nach außen zu kommunizieren."
Ing. Mag. Hannes Boyer, CEO Thales Austria
Bewertung und Auszeichnung
Mithilfe eines hoch standardisierten Analyse- und Bewertungsprozesses wird die Güte der betrieblichen Frauenförderungsbemühungen gemessen, dadurch kann das Gütesiegel equalitA verliehen werden. Basis der Bewertung ist ein Online-Fragebogen, der vom Unternehmen oder der Organisation auszufüllen ist, die Bewertung orientiert sich an folgenden Kriterien:
- kein Erhalt des Gütesiegels, wenn im Falle einer gerichtlichen Verurteilung in Bezug auf das Gleichbehandlungsgesetz keine entsprechenden Maßnahmen gesetzt worden sind.
- falls gesetzlich verpflichtet: Vorlegen des Einkommensberichts nach den gesetzlichen Grundlagen (Einkommensbericht). Falls bislang nicht erfüllt, ist bis zum 1. Quartal 2025 ein Einkommensbericht vorzulegen.
- Repräsentanz von Frauen in allen Unternehmens- oder Organisationsbereichen und Führungspositionen
- Gleichbehandlung
- Gezielte Suche und Einstellung von Frauen
- Gehaltsentscheidungen
- Leistungsbewertung
- Maßnahmen zur Einkommenstransparenz
- Potenzialorientierte Personalentwicklung
- Auszeiten- und Karenzmanagement
- Gendersensible Sprache und Unternehmenskultur
- Strukturelle Verankerung von Frauenförderung
- Maßnahmen gegen Diskriminierung
Darüber hinaus können Unternehmen und Organisationen optional eine besonders innovative Maßnahme zur betrieblichen Frauenförderung zur Auszeichnung einreichen. Es kann insgesamt ein Projekt eingereicht werden, das in maximal zwei Kategorien mitmachen kann – unterteilt in die zwei Unternehmensgrößen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Großunternehmen (GU):
- Wirksamkeit in Bezug auf Gleichstellung
- Wirksamkeit für den Standort Österreich
- Potenzial für Zukunftstrends
Insgesamt werden bis zu sechs Unternehmen und Organisationen ausgezeichnet.
Kriterien für die Erlangung der Auszeichnung sind:
- betriebliche Frauenförderung ist die klare und primäre Motivation und Intention der innovativen Maßnahme
- klare strategische Herangehensweise zur Frauenförderung
- glaubwürdiges Commitment
- Begleitung der Maßnahme durch transparente und offene Kommunikation, Einbindung der Stakeholder
- Maßnahme ist in Hinblick auf die betriebliche Frauenförderung geeignet und wesentlich
- Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit der Maßnahme ist gewährleistet
Die Endauswahl der innovativsten Maßnahmen und siegreichen Unternehmen und Organisationen erfolgt durch eine Jury bestehend aus FachexpertInnen sowie führenden Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft.
Einreichung
Seit dem Start mit 6.3.2020 nehmen wir laufend gerne Ihre Einreichung für das Gütesiegel "equalitA" entgegen.
- Zur Einreichung Gütesiegel und Auszeichnung
Eine Einreichung für das Gütesiegel nimmt ungefähr 30 Minuten Zeit in Anspruch.
Darüber hinaus können Sie als Gütesiegel ausgezeichnetes Unternehmen / Organisation auch gerne für die Auszeichnung "equalitA 2026" einreichen. Die Einreichfrist für die Auszeichnungen "equalitA 2026" endet am 31. März 2026, 23:59 Uhr.
Haben Sie noch Fragen? Wir sind gerne für Sie da: equalitA@bmwet.gv.at
Auszeichnungen equalitA
Kategorie: Wirksamkeit für den Standort Österreich
- RAG Austria AG: "Echte Gleichstellung im Unternehmen leben und den Frauenanteil langfristig und nachhaltig erhöhen" (GU)
- voestalpine Stahl GmbH: "Frauen & Produktion" (GU)
Kategorie Wirksamkeit in Bezug auf Gleichstellung
- TUI Austria Holding GmbH: "Frauenförderung, Vereinbarung von Beruf und Familie, wertschätzendes Miteinander" (GU)
- beyond global Austria GmbH: "Vielfalt leben. Team sein. – Unser Rahmen für gelebte Chancengleichheit" (KMU)
Kategorie Potenzial für Zukunftstrends:
- Energie AG Oberösterreich: "GreenTechGirls“ (GU)
- Schramm Öhler Rechtsanwälte GmbH: "equality+SÖR" (KMU)
Wir gratulieren allen Unternehmen und Organisationen, die bereits das Gütesiegel equalitA für eine Dauer von drei Jahren bekommen haben!
Kategorie: Wirksamkeit für den Standort Österreich
- Bank für Tirol und Vorarlberg AG: "BTV Female Spirit" (GU)
- MANZ'sche Verlags- und Universitätsbuchhandlung GmbH: "Fair & Equal Pay" KMU)
Kategorie Wirksamkeit in Bezug auf Gleichstellung
- Energie AG Oberösterreich: "Netzwerk für Chancengleichheit" (GU)
- TFF Consulting GmbH: "Leadership:Redefined" (KMU)
Kategorie Potenzial für Zukunftstrends:
- Österreichische Post AG: "Diversitätsnetzwerk" (GU)
- BCG Platinion (Austria) GmbH: "Female Talent Mentoring Program" (KMU)
Kategorie: Wirksamkeit für den Standort Österreich
- Eaton Industries (Austria) GmbH: "FEM4GC-Sustainability" (GU)
- RAG Austria: "RAG Family Initiative" (KMU)
Kategorie Wirksamkeit in Bezug auf Gleichstellung
- NXP Semiconductors Austria GmbH & Co KG: "E-WIN" (GU)
- MP2 IT-Solutions GmbH: "WOMENinICT-Frühstücksalon" (KMU)
Kategorie Potenzial für Zukunftstrends
- Energie Steiermark AG: "zukunftsinitiativ.E.frauen" (GU)
- she:works GmbH: "Botschafterinnen-Konzept" (KMU)
Kategorie: Wirksamkeit in Bezug auf Gleichstellung
Sieger Kategorie ab 250 Mitarbeiter/innen: Ernst & Young WirtschaftsprüfungsgesmbH.
- Name des Projekts: "Women Fast.Forward"
Sieger Kategorie unter 250 Mitarbeiter/innen: Expleo Group Austria GmbH
- Name des Projekts: "Women@Expleo"
Kategorie: Wirksamkeit für den Standort Österreich
Sieger Kategorie ab 250 Mitarbeiter/innen: Accenture GmbH
- Name des Projekts: "Working Parents Initiative“
Sieger Kategorie ab 250 Mitarbeiter/innen: Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG
- Name des Projekts: "she invests"
Kategorie: Potenzial für Zukunftstrends
Sieger Kategorie ab 250 Mitarbeiter/innen: Albertina
- Name des Projekts: "Ganztägige Ferienbetreuung für Kinder"
Sieger Kategorie unter 250 Mitarbeiter/innen: Saxinger, Chalupsky & Partner Rechtsanwälte GmbH
- Name des Projekts: "FRIEDA"
Kategorie: Wirksamkeit in Bezug auf Gleichstellung
Sieger Kategorie ab 250 MA: ÖBB Holding AG
- Name des Projekts: "no shave november & red lips november"
Sieger Kategorie unter 250 MA: Forschung Burgenland GmbH
- Name des Projekts: "Vielfalt & Chancengerechtigkeit"
Kategorie: Wirksamkeit für den Standort Österreich
Sieger Kategorie ab 250 MA: Accenture GmbH
- Name des Projekts: "FeMale Mentoring“
Sieger Kategorie unter 250 MA: Waldviertler Frauenwirtschaft
- Name des Projekts: "FRAU iDA"
Kategorie: Potenzial für Zukunftstrends
Sieger Kategorie ab 250 MA: A1 Telekom Austria AG
- Name des Projekts: "Karenz@A1"
Sieger Kategorie unter 250 MA: E+H Eisenberger + Herzog Rechtsanwalts GmbH
- Name des Projekts: "Generation Board"
Kategorie: Wirksamkeit in Bezug auf Gleichstellung
Sieger Kategorie GU: Österreichische Post AG
- Name des Projekts: "Gender KPI Performance Review"
Sieger Kategorie KMU: Alpenland Gemeinnützige Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft
- Name des Projekts: "Frauen erobern die Männerdomäne"
Kategorie: Wirksamkeit für den Standort Österreich
Sieger Kategorie GU: Accenture GmbH
- Name des Projekts: "My Contract“
Sieger Kategorie KMU: Alpenland Gemeinnützige Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft
- Name des Projekts: "Frauen erobern die Männerdomäne"
Kategorie: Potenzial für Zukunftstrends
Sieger Kategorie GU: KapschTrafficCom AG
- Name des Projekts: "WomenMentoring Programm"
Sieger Kategorie GU: Ernst & Young GmbH
- Name des Projekts: "EY Women's Leadership Journey"
Gratulation an alle ausgezeichneten Unternehmen und Organisationen!
Jurymitglieder
- Mag. Sylvia Vana (BMWET), Abteilungsleiterin
- Dr. Caroline Kindl, Rechtsanwältin
- Carmen Goby (WKÖ), Vizepräsidentin
- Mag. Christoph Neumayer (IV), Generalsekretär
- Mag. Karin Mair (Deloitte Österreich), Managing Partner
- Mag. Sylvia Vana (BMWET), Abteilungsleiterin
- Dr. Caroline Toifl, Rechtsanwältin
- Martha Schultz (WKÖ), Vizepräsidentin
- Mag. Christoph Neumayer (IV), Generalsekretär
- Mag. Karin Mair (Deloitte Österreich), Managing Partner
- Mag. Sylvia Vana (BMAW), Abteilungsleiterin
- Dr. Caroline Toifl, Rechtsanwältin
- Martha Schultz (WKÖ), Vizepräsidentin
- Mag. Christoph Neumayer (IV), Generalsekretär
- Univ. Prof. Dr. Dr. Rupert Sausgruber (WU), Rektor
- Mag. Karin Mair (Deloitte Österreich), Managing Partner
- Mag. Sylvia Vana (BMAW), Abteilungsleiterin
- Mag. Dr. Christine Catasta, Aufsichtsrätin u.a. ÖBAG, BIG
- Martha Schultz (WKÖ), Vizepräsidentin
- Mag. Christoph Neumayer (IV), Generalsekretär
- Univ. Prof. Dipl. Ing. Dr. Dr. Ing.h.c. Sabine Seidler (TU), Rektorin
- Mag. Karin Mair (Deloitte Österreich), Managing Partner
- Mag. Sylvia Vana (BMAW), Abteilungsleiterin
- Mag. Dr. Christine Catasta, Aufsichtsrätin u.a. ÖBAG, BIG
- Martha Schultz (WKÖ), Vizepräsidentin
- Mag. Christoph Neumayer (IV), Generalsekretär
- Univ. Prof. Dipl. Ing. Dr. Dr. Ing.h.c. Sabine Seidler (TU), Rektorin
- Mag. Karin Mair (Deloitte Österreich), Managing Partner
- Mag. Sylvia Vana (BMAW), Abteilungsleiterin
- Dr. Johanna Rachinger (ÖNB), Generaldirektorin
- Mag. Dr. Christine Catasta (ÖBAG), Direktorin
- Mag. Eva Linsinger (Profil), Ressortleiterin
- Martha Schultz (WKÖ), Vizepräsidentin
- Mag. Christoph Neumayer (IV), Generalsekretär
- Univ. Prof. Dipl. Ing. Dr. Dr. Ing.h.c. Sabine Seidler (TU), Rektorin
- Mag. Karin Mair (Deloitte Österreich), Managing Partner
Best Practice
Als Best Practice-Beispiele lassen sich insbesondere anführen:
- Gleichstellung der Frauen in allen Managementebenen wie Vorstand, Aufsichtsrat, Bereichsleitung etc. durch gezielte Frauenförderung als Motivation
- Mentoring Programm für Frauen zur Forcierung der Sichtbarkeit von weiblichen Top-Potentials
- Flexible Gestaltung der Arbeitsverträge für unterschiedliche Lebensphase (Karenz, Wiedereintritt ins Berufsleben, Aus-/Weiterbildung etc.)
- Leadership Journey als begleitendes Programm, das Frauen auf ihrem Karriereweg unterstützt. Abgestimmt auf jeweilige Karrierestufe mit
- organisationsstrukturellen Maßnahmen,
- kulturellen Maßnahmen und
- individuellen Maßnahmen
- Gender KPI Performance: Fokus auf Geschlechtervielfalt und klare Unternehmensstrategie zur Erreichung einer Gender-Balance auf allen Ebenen. Eckpfeiler sind Zielvereinbarungen mit dem Top-Management hinsichtlich Frauenanteil sowie genderspezifische KPIs.