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Wirkungsanalyse des Handwerkerbonus - Endbericht

Die wirtschaftliche Rezession stellte Handwerksbetriebe vor erhebliche Herausforderungen. Der Rückgang der Nachfrage, steigende Kosten und Finanzierungsschwierigkeiten belasteten die Branche. Dies hatte weitreichende Konsequenzen für die gesamte Wirtschaft, besonders für die Bauwirtschaft, die als wichtiger Wirtschaftssektor stark unter der Rezession gelitten hat. Dieser Negativtrend traf auch das beschäftigungsintensive Baunebengewerbe (Elektroinstallationen, Gas/Wasser/Heizungs-Installationen, Bautischlerei, Malerei, Fußboden-/Fliesenlegerei, Dachdecker, etc.), weshalb im Frühjahr 2024 der Handwerkerbonus als Konjunkturmaßnahme zur Stärkung der Wirtschaft und zur Schaffung von Anreizen für Investitionen im privaten Wohnbereich eingeführt wurde. Der Handwerkerbonus bot in den Jahren 2024 und 2025 finanzielle Unterstützung für die Inanspruchnahme von Arbeitsleistungen im Zusammenhang mit der Renovierung, Erhaltung, Modernisierung, Schaffung und Erweiterung von im Inland privat genutztem Wohn- und Lebensraum.

Für den Förderzeitraum 2024 und 2025 wurden rund 294.000 Anträge mit einem Zuschussvolumen von rund 227 Millionen Euro ausbezahlt. Besonders nachgefragt waren Leistungen aus den Bereichen Tischlerei, Malen und Anstreichen sowie der Gas- und Sanitärtechnik. Der Handwerkerbonus war als einmaliger konjunktureller Impuls konzipiert und hat laut einer durchgeführten Wirkungsanalyse positive volkswirtschaftliche Effekte erzeugt:

  • Anhand einer Modellrechnung wurde aufgezeigt, dass durch sämtliche in den Förderanträgen betragsmäßig erfassten Arbeitsleistungen der Handwerksbetriebe in Höhe von 2,74 Milliarden Euro ein gesamtwirtschaftlicher Produktionswert in Höhe von 14,58 Milliarden Euro sowie eine Wertschöpfung von 6,35 Milliarden Euro in Österreich generiert wurde.
  • Durch einen Euro an Wertschöpfung in den Handwerksbetrieben wurden somit insgesamt 2,32 Euro an Wertschöpfung in der heimischen Volkswirtschaft stimuliert.
  • Darüber hinaus konnten 46.600 Jahresarbeitsplätze gesichert werden.
  • Durch den Förderbeitrag des Bundes wurden Additionalitäten aktiviert (Fördermultiplikator) bzw. in weiterer Folge zusätzliche Abgabeneffekte generiert, wodurch sich ein Teil des Förderprogramms über unterschiedliche Wirkungskanäle refinanziert hat.
  • Über 80 Prozent der Fördernehmenden waren mit der Programmabwicklung zufrieden, knapp 90 Prozent bescheinigten der Initiative eine gute Bekanntheit und einfach zu erfüllende Kriterien, um eine Förderung beantragen zu können.
  • Den befragten Handwerksbetrieben zufolge hatte der Handwerkerbonus allgemeine positive Effekte auf die Geschäftstätigkeit und bewirkte eine Stärkung des Bewusstseins für professionelles Handwerk aus Österreich. In konjunkturell herausfordernden Zeiten zeigten sich somit teils stabilisierende Effekte auf Umsatz, Beschäftigung und Investitionen und rund ein Drittel der Betriebe konnte auch eine umsatzsteigernde Wirkung feststellen.

Weiterführende Informationen

Kontakt

Abteilung KMUKMU@bmwet.gv.at