Forschungssicherheit
Internationale Zusammenarbeit ist gerade im Bereich der angewandten Forschung, Technologie und Innovation (FTI) essentiell, da es unter anderem darum geht, die größten Herausforderungen unserer Zeit durch innovative Lösungen gemeinsam zu meistern. Weltweite Kooperationen bringen jedoch auch Bedrohungen und Risiken im FTI-Bereich mit sich, die es bewusst zu beachten und zu managen gilt.
Forschungssicherheit beschäftigt sich damit, Bewusstsein für Bedrohungen und Risiken, die mit internationaler FTI-Zusammenarbeit einhergehen, zu schaffen und geeignete Maßnahmen zu setzen. Grundsatz hierbei ist jedoch nicht, Bedrohungen (und die damit verbundenen Kooperationen) gänzlich zu vermeiden, sondern richtig und bewusst damit umzugehen. Bei der internationalen FTI-Zusammenarbeit sollen Risiken gegen Chancen nach dem Grundsatz "so offen wie möglich und so geschlossen wie nötig" abgewogen werden.
In den Empfehlungen des Europäischen Rates zu Forschungssicherheit vom 23. Mai 2024 werden Prinzipien für eine verantwortungsvolle Internationalisierung von FTI-Aktivitäten aufgeführt, die bei der Konzeption und Durchführung von Forschungssicherheitsmaßnahmen berücksichtigt werden sollten.
Der Ansatz des BMWET beschäftigt sich mit der Umsetzung von Maßnahmen zur Erhöhung der Forschungssicherheit im Bereich angewandter Forschung, Technologie und Innovation und soll dazu beitragen, Rahmenbedingungen für österreichische angewandte FTI-Akteurinnen und Akteure zu schaffen, die sichere internationale Kooperationen ermöglichen. Die hier angebotenen Informationen sollen einen ersten Überblick zum Bereich Forschungssicherheit und damit verbundenen Themen vermitteln und dadurch Bewusstsein für die Materie bilden sowie unverbindlich bei der Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen der Forschungssicherheit unterstützen. Der strategische Ansatz für Forschungssicherheit wurde gemeinsam von BMIMI und BMWET entwickelt und dient als Stütze für Akteure in der angewandten Forschung und Innovation.