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HATTMANNSDORFER/PRÖLL: "Wirtschaftspatriotismus heißt, österreichische Standortinteressen gemeinsam zu stärken" Erster Besuch bei Borouge International in den VAE seit Zusammenschluss – Hattmannsdorfer und Emma Delaney im Managementaustausch – Forschung und KI als zentrale Zukunftsthemen

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Staatssekretär Alexander Pröll bei Borouge International.
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Staatssekretär Alexander Pröll bei Borouge International.
 
Foto: Österreichische Botschaft in den VAE

"Mit Borouge International ist einer der größten Chemiekonzerne der Welt entstanden – mit Hauptsitz in Österreich. Unsere langjährige Partnerschaft mit den Vereinigten Arabischen Emiraten ist dafür eine starke Grundlage. Jetzt geht es darum, die Integration rasch voranzubringen und das Österreich-Paket konsequent umzusetzen. Wirtschaftspatriotismus bedeutet für mich, internationale Partnerschaften zu stärken und zugleich unsere Standortinteressen selbstbewusst zu vertreten. Dafür setzen wir auch unsere Staatsbeteiligungen aktiv ein, um Forschung, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Österreich zu sichern", so Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer.

"Hier bei Borouge International sieht man, mit welchem Tempo die Emirate in Forschung, Daten und Künstliche Intelligenz investieren. Dass die Forschung von Borouge International in Linz abgesichert ist, ist deshalb ein starkes Signal. Die Chemie der Zukunft wird mit Daten und KI entwickelt, und das soll in Österreich passieren. Unser Teil ist klar: Wer einen Weltkonzern in Wien halten will, braucht einen Staat, der digital, schnell und unbürokratisch arbeitet. Daran arbeiten wir mit Nachdruck“, so KI-Staatssekretär Alexander Pröll.

HATTMANNSDORFER TAUSCHTE SICH MIT KONZERNFÜHRUNG IN ABU DHABI AUS

Am 1. November 2026 besuchte Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer das Borouge Innovation Center in Abu Dhabi. Im Mittelpunkt stand der erste umfassende Austausch mit der Konzernführung von Borouge International seit dem vollzogenen Zusammenschluss. Erstmals nahm auch Emma Delaney an einem solchen Treffen teil. Weitere Gesprächspartner waren Martijn van Koten, Rainer Seele, Hazeem Al Suwaidi und Hassan Karam. Der Austausch baut auf der langjährigen, ausgezeichneten Partnerschaft Österreichs mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und insbesondere mit Abu Dhabi auf.

ÖSTERREICH-PAKET KONSEQUENT UMSETZEN UND KONZERNINTEGRATION VORANBRINGEN

Nach dem Transaktionsabschluss am 31. März 2026 steht die Zusammenführung von Borealis, Borouge und NOVA Chemicals im Mittelpunkt. Entscheidend ist, dass die Integration rasch voranschreitet und das vereinbarte Österreich-Paket konsequent umgesetzt wird. Der Zusammenschluss soll wirtschaftliche Synergien ermöglichen und zugleich Forschung, Wertschöpfung und wichtige Unternehmensfunktionen langfristig in Österreich absichern.

DAS ÖSTERREICH-PAKET UMFASST FÜNF KONKRETE VEREINBARUNGEN:

1. Konzernsitz in Wien: Die Unternehmenszentrale und zentrale Leitungsfunktionen bleiben in Österreich.
2. Forschung in Linz: Wichtige Forschungs- und Innovationsaktivitäten werden abgesichert, damit Österreich ein zentraler Entwicklungsstandort bleibt.
3. Wiener Börse: Ein angestrebtes Doppel-Listing soll den österreichischen Kapitalmarkt stärken.
4. OMV-Raffinerien: Langfristige Lieferverträge sollen bestehende industrielle Wertschöpfungsketten absichern.
5. Gleichberechtigte Kontrolle: Die paritätische Aufsichtsratsbesetzung sichert beiden Eigentümerseiten gleichberechtigte Mitwirkungsmöglichkeiten.

WELTWEIT VIERTGRÖSSTER POLYOLEFIN-KONZERN MIT SITZ IN WIEN

Borouge International vereint Borealis (Österreich), Borouge (Abu Dhabi) und NOVA Chemicals (Nordamerika). Der Zusammenschluss hatte einen ursprünglich kommunizierten Unternehmenswert von rund 60 Milliarden US-Dollar. OMV und XRG, die internationale Investmentgesellschaft des staatlichen Energiekonzerns ADNOC aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, halten jeweils 50 Prozent.

ÖBAG: STANDORTINTERESSEN STATT BLOSSER DIVIDENDENVERWALTUNG

Mit der im April 2026 vorgestellten Eigentümerstrategie hat Hattmannsdorfer die ÖBAG stärker auf Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Innovation in Österreich ausgerichtet. Staatsbeteiligungen sollen nicht nur Erträge erwirtschaften, sondern auch österreichische Standortinteressen sichern.

Die ÖBAG hält 31,5 Prozent an OMV und begleitet über ihre Eigentümerrechte die Umsetzung des Österreich-Pakets. Damit verbindet die Republik internationale Unternehmensbeteiligungen mit konkreten Interessen für den Wirtschaftsstandort Österreich.

ZAHLEN, DATEN UND FAKTEN

  • Transaktionsabschluss: 31. März 2026
  • Ursprünglicher Unternehmenswert: Rund 60 Mrd. USD
  • Weltmarktposition: Viertgrößter Polyolefin-Produzent
  • Beteiligung OMV / XRG: ca. je 50 %
  • Geplante jährliche EBITDA-Synergien: Deutlich über 500 Mio. USD
  • Erwarteter Synergieanteil innerhalb von drei Jahren: 75 %
  • ÖBAG-Anteil an OMV: 31,5 %

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Presseabteilung: presseabteilung@wirtschaftsministerium.at