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Rekord bei Stromanbieterwechseln: Hattmannsdorfer/Zehetner: "Größte Strommarktreform seit 20 Jahren stärkt den Wettbewerb" So viele Stromkund/innen wie noch nie wechseln ihren Anbieter – ElWG macht Tarifvergleich einfacher und Stromwechsel schneller, Haushalte können mehrere hundert Euro im Jahr sparen

Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer: "Mit der größten Strommarktreform seit 20 Jahren haben wir den Tarifvergleich vereinfacht und den Anbieterwechsel beschleunigt. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass diese Maßnahmen wirken: Noch nie haben so viele Menschen ihren Stromanbieter gewechselt. Das ist ein starkes Signal für mehr Wettbewerb am Strommarkt. Davon profitieren die Haushalte durch mehr Auswahl, attraktive Angebote und die Chance, bei ihrer Stromrechnung zu sparen."

Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner: "Wer vergleicht, kann sparen - beim Strom oft mehrere hundert Euro im Jahr. Der günstigste Stromtarif kommt aber nicht automatisch ins Haus. Deshalb machen wir mit dem Billigstromgesetz den Tarifvergleich einfacher und den Anbieterwechsel schneller. Die Rekordzahlen zeigen, dass immer mehr Menschen ihre Wahlfreiheit nutzen. Das stärkt den Wettbewerb und fördert günstigere Angebote. Mein Appell ist daher, die Jahresabrechnung zur Hand zu nehmen, Angebote zu vergleichen und zu wechseln, wenn es sich auszahlt."

Rekord bei Stromwechseln: So viele wie noch nie

Die neuen Zahlen der E-Control zeigen, dass immer mehr Österreicherinnen und Österreicher ihren Stromanbieter wechseln:

  • 261.238 Stromanbieterwechsel – ein neuer Rekord.
  • 4,9 Prozent mehr Wechsel als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
  • 5,1 Prozent zusätzliche Wechsel gegenüber dem bisherigen Rekordzeitraum im Vorjahr.

Die Entwicklung unterstreicht die Bedeutung der größten Strommarktreform seit 20 Jahren. Mit dem Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) hat die Bundesregierung konkrete Maßnahmen beschlossen, die den Wechsel zu günstigeren Stromtarifen erleichtern und den Wettbewerb stärken.

Weniger Hürden, schneller wechseln: Das hat sich durch das ElWG geändert

Das Elektrizitätswirtschaftsgesetz erleichtert den Weg zum günstigeren Stromtarif. Die wichtigsten Verbesserungen im Überblick:

  • Stromrechnung zeigt den Weg zum günstigeren Tarif: Stromrechnungen müssen auf den unabhängigen Tarifkalkulator der E-Control hinweisen. Die neuen Vorgaben sorgen außerdem dafür, dass wichtige Angaben wie Stromverbrauch, Kosten und Vertragsbedingungen leichter erkennbar sind. Damit lässt sich der eigene Tarif einfacher mit anderen Angeboten vergleichen.
  • Technischer Stromwechsel innerhalb von 24 Stunden: Seit 1. April 2026 muss der technische Anbieterwechsel an jedem Arbeitstag innerhalb von höchstens 24 Stunden möglich sein. Bisher galt für das gesamte Wechselverfahren grundsätzlich eine Höchstdauer von drei Wochen. Bestehende Vertragsbindungen und Kündigungsfristen bleiben weiterhin zu beachten.
  • Stromanbieter müssen auf günstigere eigene Tarife hinweisen: Wenn ein Anbieter zum Zeitpunkt der gesetzlich vorgesehenen Wechselinformation einen günstigeren Standardtarif derselben Produktkategorie anbietet, muss er seinen Kundinnen und Kunden den Umstieg ermöglichen. Ob das Angebot günstiger ist, wird anhand des bisherigen Jahresverbrauchs und des E-Control-Tarifvergleichs beurteilt.
  • Rechtzeitige Information vor Ende der Vertragsbindung: Mindestens vier Wochen vor Ablauf einer Bindungsfrist müssen Anbieter ihre Kundinnen und Kunden daran erinnern und auf die Wechselmöglichkeit sowie den Tarifkalkulator hinweisen. Damit bleibt mehr Zeit, Angebote zu vergleichen und einen günstigeren Vertrag abzuschließen.

Trotz des mitunter großen Einsparungspotenzials bestehen bei der Wechselbereitschaft noch immer regionale Unterschiede:

Bundesland Stromanbieter Gasversorger
  Wechselrate In Zahlen Wechselrate In Zahlen
Niederösterreich 6,8% 59.088 7,7% 19.200
Steiermark 4,6% 43.393 6,0% 3.449
Wien 4,6% 75.479 5,2% 29.283
Oberösterreich 4,5% 46.663 5,9% 6.778
Burgenland 3,9% 8.772 4,6% 2.025
Kärnten 2,3% 9.050 3,7% 410
Salzburg 1,8% 8.361 3,5% 1185
Vorarlberg 1,7% 4.360 5,6% 1917
Tirol 1,2% 6.072 2,3% 1.247

Strommarktreform geht weiter:

Die größte Strommarktreform seit 20 Jahren bringt nicht nur Erleichterungen beim Anbieterwechsel. Weitere Maßnahmen sollen die Stromkosten langfristig senken:

  • Niedrigere Netzentgelte: Nach den vorläufigen Berechnungen der E-Control sollen die Stromnetzentgelte für Haushalte 2027 österreichweit im Durchschnitt um 3,6 Prozent sinken. Mit der neuen Tarifstruktur ist für einen durchschnittlichen Haushalt ein Rückgang um 5,7 Prozent vorgesehen. Regional können die Entwicklungen abweichen.
  • Stromnetze besser nutzen: Neue Tarifregeln sollen finanzielle Anreize schaffen, Strom dann zu verbrauchen, wenn das Netz weniger belastet ist – etwa beim Laden von Elektroautos.
  • Netzkosten langfristig begrenzen: Bestehende Stromleitungen sollen effizienter genutzt und unnötige Kosten beim Netzausbau vermieden werden.

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