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FIW-PB 75: Nordafrikanische Volkswirtschaften: Jüngste Entwicklungen und Verbindungen zur EU und Österreich

Abstract: Dieses Policy Brief behandelt jüngste makroökonomische Entwicklungen in den nordafrikanischen Volkswirtschaften Algerien, Ägypten, Libyen, Marokko, Tunesien und Sudan sowie aktuelle Handelsmuster mit der Europäischen Union (EU) und Österreich und zeigt Chancen sowie Herausforderungen auf. Vor dem Hintergrund von Lieferkettenstörungen, geopolitischer Fragmentierung und zunehmender Vulnerabilität aufgrund technologischer Dominanz, kritischer Rohstoffe und Energiesicherheit hat Nordafrika eine neue strategische Bedeutung für die europäische Wirtschaftspolitik gewonnen. Die Region verbindet geografische Nähe zur EU mit beträchtlichen Märkten, einer jungen Bevölkerung, erheblichem Potenzial für erneuerbare Energien, strategischen Verkehrskorridoren und wachsenden Fähigkeiten in Sektoren, die mit der grünen und digitalen Wende verbunden sind. Für die EU und Österreich kann eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Nordafrika eine Diversifizierung von Lieferanten ermöglichen, übermäßige Abhängigkeiten verringern und die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten stärken. Das Potenzial geht über den traditionellen Austausch von Kraft- und Rohstoffen hinaus auf Umwelttechnologien und erneuerbare Energien. Eine zukunftsorientierte europäische Strategie sollte daher Handel mit Investitionen in Infrastruktur, Humankapital, erneuerbaren Energiesystemen und Partnerschaften verbinden. Initiativen wie das Global Gateway der EU, die österreichische Afrika-Strategie und der vorgeschlagene Wasserstoff-Südkorridor können dazu beitragen, die nordafrikanische Produktion und das Energiepotenzial enger mit den europäischen Märkten zu verknüpfen und gleichzeitig die regionale Integration zu unterstützen.

Weiterführende Informationen

Zum Policy Brief: FIW-PB 75 North African Economies: Recent Developments and Linkages with the EU and Austria