Studie zur Weiterentwicklung der Stromspeicherlandschaft in Österreich
Stromspeicher als Schlüssel für ein effizientes Energiesystem
Das BMWET hat eine Studie zur Weiterentwicklung der Stromspeicherlandschaft in Österreich in Auftrag gegeben. Ziel war es, den volkswirtschaftlich sinnvollen Bedarf an Batteriespeichern zu analysieren und Empfehlungen für die regulatorischen, marktlichen und förderpolitischen Rahmenbedingungen abzuleiten.
Durchgeführt wurde die Studie von einem Konsortium aus AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Montanuniversität Leoben, Niederhuber & Partner Rechtsanwälte GmbH und PHIOS GmbH.
Deutlich steigender Speicherbedarf
Die Ergebnisse zeigen den hohen systemischen Mehrwert marktorientiert betriebener Batteriespeicher. Sie tragen zur Integration erneuerbarer Energien, zur Preisglättung und zur Reduktion fossiler Energieträger bei.
Speicher senken Stromkosten
Die Studie zeigt, dass Batteriespeicher ab einer bestimmten Gesamtkapazität den durchschnittlichen Strompreis in Österreich senken können. Besonders positiv entwickeln sich die wirtschaftlichen Perspektiven für große Speicher in Kombination mit Photovoltaik- und Windkraftanlagen.
Der weitere Speicherausbau wird daher weniger durch mangelnde Wirtschaftlichkeit als durch regulatorische und netzseitige Barrieren begrenzt. Entscheidend sind klare und verlässliche Rahmenbedingungen – vom Netzzugang über rechtssichere Messkonzepte bis zu planbaren Netzentgelten.
Das BMWET setzt hier bereits wichtige Maßnahmen: Mit dem Elektrizitätswirtschaftsgesetz wurden wesentliche rechtliche Grundlagen geschaffen, das Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz beschleunigt Verfahren für Erzeugung, Netze und Speicher. Mit der geplanten EAG-Novelle sollen zudem Anreize für einen stärkeren systemdienlichen Einsatz von Heimspeichern geschaffen werden.