Zehetner: Geopolitische Krise zeigt Bedeutung einer unabhängigen und sicheren Energieversorgung Steigende Öl- und Gaspreise unterstreichen Bedeutung heimischer Energie, gut gefüllter Speicher und diversifizierter Bezugsquellen
Die neuerliche Zuspitzung im Nahen Osten sorgt für deutliche Ausschläge auf den internationalen Energiemärkten. Der Ölpreis bewegt sich in Richtung der Marke von 100 Dollar pro Barrel, gleichzeitig sind auch die europäischen Gaspreise stark gestiegen. Für Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner zeigt die aktuelle Entwicklung einmal mehr, wie unmittelbar geopolitische Krisen auf Europas Energiepreise durchschlagen.
"Die steigenden Öl- und Gaspreise zeigen gerade wieder deutlich, wie schnell geopolitische Krisen zu einer Preisfrage für Europa und damit auch für Österreich werden. Wenn Energieinfrastruktur angegriffen wird und wichtige Transportrouten unter Druck geraten, reagieren die internationalen Märkte unmittelbar. Wir können solche Krisen nicht verhindern, aber wir können Österreich weniger abhängig und weniger verwundbar machen. Genau deshalb ist der Ausbau heimischer Energie nicht nur Klima-, sondern knallharte Wirtschafts- und Sicherheitspolitik", so Zehetner.
Breite Aufstellung stärkt Österreichs Versorgungssicherheit
Österreich setzt dabei auf mehrere Säulen. Neben dem Ausbau der heimischen Energieerzeugung stehen diversifizierte Bezugsquellen, leistungsfähige Infrastruktur und ausreichend Speicherkapazitäten im Mittelpunkt. Die Befüllung der österreichischen Gasspeicher ist über den Sommer deutlich vorangekommen. Österreich verfügt zudem über besonders große Speicherkapazitäten, die insgesamt mehr als einem heimischen Jahresverbrauch entsprechen.
Speicherkosten für strategische Gasreserve sinken um 59 Prozent
Zusätzliche Absicherung schafft die strategische Gasreserve mit einem Umfang von 20 Terawattstunden. Ihre Speicherung ist bis April 2029 gesichert. Gleichzeitig konnten die jährlichen Speicherkosten für die kommenden beiden Speicherjahre von 94 Millionen Euro auf jeweils 38,75 Millionen Euro und damit um rund 59 Prozent reduziert werden.
"Versorgungssicherheit entsteht nicht durch eine einzelne Maßnahme. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus heimischer Erzeugung, diversifizierten Importwegen, starken Speichern und einer belastbaren Infrastruktur. Genau daran arbeiten wir. Je breiter wir unsere Energieversorgung aufstellen, desto weniger verwundbar wird Österreich gegenüber Krisen, die anderswo auf der Welt entstehen", so Zehetner.
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