Studie "Forschungslandschaft: Tourismus in Österreich"
Die Herausforderungen, mit denen der Tourismus in Österreich konfrontiert ist, sind vielfältig und komplex - von Klimawandel über das veränderte Konsumverhalten der Gäste bis zu einer verstärkten Berücksichtigung der Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung. Angesichts dieser Veränderungen und Herausforderungen ist es entscheidend, die Forschungslandschaft im Tourismussektor in Österreich neu zu bewerten und zu stärken.
Der Tourismus hat für Österreich auf ökonomischer und volkswirtschaftlicher, aber auch auf sozialer Ebene eine fundamentale Bedeutung. Der Sektor schafft nicht nur Arbeitsplätze und Einkommen, sondern fördert auch den regionalen Austausch und die Vernetzung innerhalb des Landes. Diese wirtschaftliche Rolle des Tourismus unterstreicht die Notwendigkeit einer fundierten und zielgerichteten Forschung, um die Potenziale dieses Sektors vollständig zu erschließen und nachhaltig zu nutzen.
Eine umfassende und interdisziplinär ausgerichtete Forschung ist notwendig, um die aktuellen und zukünftigen Anforderungen des Sektors zu verstehen und darauf zu reagieren.
Das BMWET gab im Juni 2024 eine Studie in Auftrag, deren Ziel die Darstellung der aktuellen Forschungslandschaft im österreichischen Tourismus war. Die Studie, durchgeführt von Prof. DDr. Roman Egger/SmartVisions wurde im Rahmen einer Netzwerkveranstaltung am 18. Juni 2024 präsentiert.
Im Regierungsprogramm 2025-2029 wurde verankert, dass im Zuge einer „Tourismusforschungsoffensive“ wissenschaftliche Netzwerke gestärkt und interdisziplinäre Forschungsprojekte initiiert werden. Vor allem soll die Sichtbarkeit der heimischen Tourismusforschung gesteigert werden. Aufgrund der budgetären Situation sind derzeit keine Maßnahmen in Bezug auf ein Forschungskompetenzzentrum geplant. Sämtliche Schwerpunkte der Vision-T sind eng mit der Forschung bzw. wissenschaftlichen Erkenntnissen verbunden. Damit aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse noch gezielter in die strategische Weiterentwicklung des Tourismus in Österreich einfließen können, ist ein direkter Dialog mit der Forschung besonders wichtig. Zukunftweisende Forschungsbereiche werden in enger Abstimmung mit unabhängigen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Branche identifiziert. Dazu fand Ende März 2026 im BMWET ein persönlicher Austausch mit führenden Vertreterinnen und Vertretern von Wissenschaft und Forschung im Bereich Tourismus statt.
Weitere Informationen
Kurzfassung der Studie "Forschungslandschaft: Tourismus in Österreich" (PDF, 4 MB) zum Download
Die Langfassung der Studie kann bei Interesse in der Tourismus-Servicestelle angefordert werden.
Zur Presseaussendung vom 19. Juni 2024.
Zu den Fotos der Studienpräsentation am 18. Juni 2024.