Vision T - Die Tourismusstrategie für Österreich
Im Sommer 2025 startete das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus den Strategieprozess zur Vision T . Grundlage war ein breit angelegter Beteiligungsprozess: Mehr als 4.200 Rückmeldungen aus der „360 Grad Tourismus-Analyse“, fünf Themengipfel mit anerkannten Fachexpertinnen und Fachexperten, neun Workshops in allen Bundesländern mit mehr als 400 Praktikerinnen und Praktikern sowie ergänzende Formate mit Tourismusforschenden, jungen Menschen und Mitgliedern des parlamentarischen Tourismusausschusses flossen in die Strategie ein. Begleitet wurde der Prozess von einem fünfköpfigen Steering Committee mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft.
Mit der "Vision T" legt Tourismusstaatssekretärin Elisabeth Zehetner am 15. Juni 2026 Österreichs neue Tourismusstrategie bis 2035 als Ergebnis eines breiten Beteiligungsprozesses vor.
Im Mittelpunkt der Vision T steht Tourismus, der „wertvoll für alle“ sein soll - und zwar „365 Tage im Jahr".
Präsentation der Vision T am 15. Juni 2026
+++ Zum Nachschauen der Link zum Livestream +++
Weitere Bilder der Präsentation der Vision T am 15. Juni 2026 finden Sie auf unserem flickr-Account.
Der Strategieprozess
Von 30. Juni bis Ende August 2025 wurden per Online-Befragungstool und Telefonbefragungen vielfältige Meinungen zur Zukunft des heimischen Tourismus eingeholt. Die Teilnahme stand allen Tourismusinteressierten offen – von Tourismusbeschäftigten bis zur einheimischen Bevölkerung.
Über 4.200 Personen aus allen Bereichen – von Unternehmerinnen und Unternehmern über Beschäftigte bis hin zu Gästen haben teilgenommen. Jetzt geht es darum, die Ergebnisse in konkrete Strategien zu übersetzen.
Zu den wichtigsten Ergebnissen der Umfrage (PDF, 1 MB).
Zur barrierefreien Beschreibung der Ergebnisse der Umfrage. (PDF, 427 KB)
Im Herbst/Winter 2025 werden in Workshops die bei der 360°-Analyse identifizierten Themen weiter vertieft, um konkrete Handlungsoptionen zu entwickeln. Dabei werden jedenfalls auch folgende Zukunftsthemen adressiert: Mehrwert durch Tourismus, ökologische Nachhaltigkeit, wirtschaftliche Resilienz, Arbeitsmarkt & Fachkräfte sowie Innovation & Digitalisierung.
Expertengipfel 1 "Mehrwert durch Tourismus", 3. November 2025
Beim ersten Expertengipfel wurde über die zukünftige Rolle des Tourismus für Österreichs Regionen, Betriebe und Gesellschaft diskutiert. Es diskutierten namhafte Expertinnen und Experten wie Gabriel Felbermayr, Präsident des WIFO, und Harald Pechlaner von der Universität Ingolstadt-Eichstätt gemeinsam mit zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern der Branche über Wege, wie der Tourismus in Österreich als Innovationsmotor, Wertschöpfungstreiber und sozialer Kitt gleichermaßen wirken kann.
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Expertengipfel 2 "Ökologische Nachhaltigkeit & Energie", 13. November 2025
Beim Expertengipfel 2 stand die Frage im Zentrum, wie wir die Zukunft des Tourismusstandorts Österreich wirtschaftlich, ökologisch und gesellschaftlich sichern. Mit der Vision T schaffen wir den entsprechenden Rahmen und investieren in nachhaltige Betriebe, fördern innovative Mobilitätslösungen und stärken Regionen, die Tourismus als Teil ihrer Lebensrealität verstehen.
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Expertengipfel 3 "Innovation & Digitalisierung", 17. November 2025
Im Expertengipfel 3 wurde betont, wie wichtig es ist, dass die Menschen im Betrieb wieder mehr beim Gast sind und weniger Energie für Aufgaben brauchen, die KI im Hintergrund übernehmen kann. Und es wurde berichtet, welche Technologien sinnvoll sind, welche Datenstrukturen fehlen und welche gemeinsamen Standards notwendig sind, damit KI unser touristisches Angebot vollständig und verlässlich abbilden kann – vom kleinen Familienbetrieb bis zur großen Destination.
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Expertengipfel 4 "Wirtschaftliche Resilienz", 2. Dezember 2025
Österreichs Tourismusbetriebe leisten Enormes, stehen aber durch steigende Kosten, unsichere Rahmenbedingungen, sinkende Margen und gleichzeitig vollen Häusern unter Druck. Deshalb soll der Fokus auf diese Themen gelegt und unter Einbindung der Branche konkrete Lösungen erarbeitet werden. Darüber wurde beim Expertengipfel 4 mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Tourismusorganisationen intensiv diskutiert.
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Expertengipfel 5 "Arbeitsmarkt und Fachkräfte im Tourismus", 16. Dezember 2025
Beim 5. Expertengipfel ging es um die Frage, was es braucht, um mehr Menschen für den Tourismus zu gewinnen und langfristig im Beruf zu halten. Ein Schlüssel liegt in attraktiven Arbeitsbedingungen. Die Expertinnen und Experten benannten offen, wo es dabei hakt und welche Lösungen in der Praxis funktionieren. Klar ist, wir müssen an vielen Schrauben drehen, um mehr Menschen für den Tourismus zu gewinnen und damit mehr Wertschöpfung für ganz Österreich zu sichern.
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Im Anschluss an die Expertengipfel startete im März 2026 eine Tour durch alle neun Bundesländer. In den Tourismusdialogen werden erste strategische Zielbilder und Handlungsfelder gemeinsam mit jenen weitergeschärft, die tagtäglich touristische Wertschöpfung schaffen und den Tourismus in der Praxis voranbringen. Diese Erfahrungen sind entscheidend, um die Strategie realistisch, tragfähig und wirksam auszugestalten.
Gemeinsam werden die Zielbilder und Handlungsfelder bewertet, hinterfragt und ergänzt. Es werden konkrete Umsetzungansätze entwickelt, diskutiert und priorisiert. In einer offenen Gesprächsrunde mit Frau Staatssekretärin Elisabeth Zehetner werden die Perspektiven zusammengeführt.
Erste Station war am 9. März in Graz, gefolgt von Klagenfurt am 10. März und Linz am 11. März.
Weiter ging es am 18. März nach Salzburg, am 19. März nach Innsbruck und am 20. März nach Dornbirn.
Die nächsten Stopps waren am 7. April 2026 in Eisenstadt und am 9. April in Wien. Die letzte Station war am 13. April 2026 in St. Pölten.
Mehr Fotos aus Graz finden Sie auf unserem flickr-Account. Foto: Sophie Kolb
Mehr Fotos aus Klagenfurt finden Sie auf unserem flickr-Account Foto: Studiohorst
Mehr Fotos aus Linz finden Sie auf unserem flickr-Account Foto: Roland Pelzl
Mehr Fotos aus Salzburg finden Sie auf unserem flickr-Account Foto: Elias Pargan
Mehr Fotos aus Innsbruck finden Sie auf unserem flickr-Account. Foto: Elias Pargan
Mehr Bilder aus Dornbirn finden Sie auf unserem flickr-Account Foto: Elias Pargan
Mehr Fotos aus Eisenstadt finden Sie auf unserem flickr-Account. Foto: Kriebel/BMWET
Mehr Fotos aus Wien finden Sie auf unserem flickr-Account. Foto: BMWET/Holey
Mehr Fotos aus St. Pölten finden Sie auf unserem flickr-Account. Foto: BMWET/Haiden
Am 14. April 2026 fand der Jugendgipfel „NextGen" mit Jugendlichen zwischen 16 und 25 Jahren statt. Ziel war ein Dialog- und Arbeitsformat, in dem junge Menschen ihre Perspektiven, Sorgen, roten Linien und konkreten Lösungsvorschläge zur Zukunft des Tourismus einbringen konnten. Gemeinsam wurden Ideen für einen Tourismus, der auch langfristig breite Unterstützung in der Bevölkerung findet, entwickelt und zentrale Themenfelder wie Lebensqualität in Tourismusregionen, attraktive Arbeitsbedingungen, Nachhaltigkeit und ein gutes Miteinander zwischen Gästen und Einheimischen diskutiert und anschließend in Kleingruppen in konkrete, zukunftsfähige Lösungsansätze überführt.
Wien, 14. April 2026
Mehr Fotos vom Jugendgipfel finden Sie auf unserem flickr-Account.
Der gesamte Prozess wird durch ein Steuerungsgremium gelenkt, das sich aus renommierten Top-Expertinnen und -experten mit einschlägigen Fachgebieten zusammensetzt. Das Steering-Committee trifft Richtungsentscheidungen, indem es den politisch-strategischen Gesamtüberblick wahrt sowie Qualität und Kohärenz sicherstellt.
Das Steering-Committee besteht aus:
- Elisabeth Zehetner, Staatssekretärin für Tourismus im BMWET
- Susanne Kraus-Winkler, WKÖ-Bundesspartenobfrau
- Prof. Harald Pechlaner, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
- Prof. Roman Egger, Modul Universität Wien
- Ulrike Rauch-Keschmann, Leiterin der Sektion Tourismus im BMWET
Am 15. Juni 2026 legte Frau Staatssekretärin Elisabeth Zehetner Österreichs neue Tourismusstrategie bis 2035 als Ergebnis eines breiten Beteiligungsprozesses vor.
Als Leitbild wird ausgerufen, dass Tourismus „wertvoll für alle“ sein soll - und zwar „365 Tage im Jahr“. Darin kommt ein modernes ganzheitliches Verständnis von Tourismuspolitik zum Ausdruck: Diese dreht sich nicht ausschließlich um den Gast oder um Hochsaisonzeiten. Vielmehr ist das Ziel ein Tourismus, der Bedürfnisse der einheimischen Bevölkerung und der Tourismusbeschäftigten mitberücksichtigt und schon deshalb keiner reinen Saisonlogik folgt.
Bei der Verwirklichung dieses Ziels dient ein „Wertekompass“ als Orientierungshilfe. Dieser verankert die drei zentralen Leitgedanken der künftigen Tourismuspolitik des Bundes.
Diese drei Leitgedanken bildeten zugleich eine Grundlage, um konkrete Zielbilder zu formulieren, Zielkonflikte offen anzusprechen und strategische Stoßrichtungen zu priorisieren. Dabei konzentriert sich die Vision T gezielt auf fünf strategische Handlungsfelder, die sich im Strategieprozess als erfolgsentscheidend herauskristallisiert haben.
Mit der Vision T wird außerdem die touristische Erfolgsmessung grundlegend weiterentwickelt. Indem neun Kernindikatoren mit konkreten Zielwerten hinterlegt werden, setzt sich die Tourismuspolitik des Bundes erstmals konkret messbare Ziele. Die neun Kernindikatoren der Vision T sind:
- Reale Wertschöpfung durch den Tourismus
- Internationale Reiseverkehrseinnahmen
- Eigenkapitalquote der Qualitätshotellerie
- Tourismusakzeptanzsaldo
- Ganzjahresbeschäftigte in Beherbergung und Gastronomie
- Gästezufriedenheit,
- Nächtigungsanteil der Nebensaison
- Anzahl der Umweltzeichen für Tourismusbetriebe
- CO2-Emissionen in Beherbergung und Gastronomie
Diese Indikatoren lassen sich den drei Wirkungsebenen des zuvor erwähnten Wertekompasses zuordnen. Damit folgen sie ganz bewusst einem modernen touristischen Erfolgsverständnis, das auf transparentes fortlaufendes Monitoring setzt und sich gerade nicht durch eine hohe Anzahl an Gästeankünften oder Nächtigungen definiert.
"Ein wesentlicher Unterschied zu vielen Strategien der Vergangenheit ist: Wir definieren nicht nur Ziele, wir machen Fortschritte auch messbar. Erfolg im Tourismus bemisst sich künftig nicht allein an Nächtigungen. Erfolg bedeutet höhere Wertschöpfung, wirtschaftlich stabile Betriebe, attraktive Arbeitsplätze, zufriedene Gäste, hohe Akzeptanz in der Bevölkerung und einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen“.
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