Tourismus-STS Zehetner: "Winter bleibt auf Kurs, Österreich Urlaub gewinnt an Bedeutung" Heimische Nachfrage im März stärker - Österreich Urlaub ist Konjunkturprogramm für Regionen - Vision T zeigt ab 15. Juni den Weg zur Ganzjahresdestination
Die heute veröffentlichten vorläufigen Ergebnisse von Statistik Austria zeigen für die laufende Wintersaison 2025/26 insgesamt eine positive Entwicklung. Von November bis März wurden 66,4 Millionen Nächtigungen gemeldet, das entspricht plus 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im März wurden 12,1 Millionen Nächtigungen registriert, das sind minus 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Laut Statistik Austria ist der Rückgang im März vor allem durch Verschiebungen bei Ferien- und Reisezeiten erklärbar.
Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner: "Der März ist ein gutes Beispiel dafür, wie stark Tourismus von Kalender und internationalen Reisebewegungen abhängt. Umso wichtiger ist, dass der Inlandstourismus im März deutlich mit 7,8 Prozent zugelegt hat und damit einen Teil der schwächeren Auslandsnachfrage abfedern konnte. Über die gesamte bisherige Wintersaison liegt auch die heimische Nachfrage im Plus. Das gibt Betrieben zusätzliche Stabilität und bringt Wertschöpfung dorthin, wo sie besonders zählt, in die Regionen."
Zehetner verweist zugleich auf die internationalen Rahmenbedingungen seit Ende Februar: "Geopolitische Unsicherheit und eine spürbare ‘Trumpflation’ in wichtigen Märkten erhöhen Kosten und dämpfen die Nachfrage. In so einer Lage wird Urlaub im eigenen Land zur Stabilitätsfrage. Für Beschäftigte, für Betriebe und für regionale Wirtschaftskreisläufe."
"Österreich ist für viele Österreicherinnen und Österreicher das unterschätzteste Urlaubsland", so Zehetner. "Wir haben unentdeckte Potenziale in allen Bundesländern, vom Naturerlebnis über Kulinarik bis Kultur und Städten. Ich wünsche mir, dass wir neugierig bleiben und öfter auch im eigenen Land Neues entdecken. Das stärkt die Regionen und sorgt dafür, dass Wertschöpfung dort ankommt, wo sie gebraucht wird."
Zehetner betont, dass Tourismus in der öffentlichen Debatte oft vorschnell als Preistreiber gesehen werde: "Viele Betriebe stehen am Ende der Wertschöpfungskette. Sie tragen Kostensteigerungen bei Energie, Personal und Einkauf und arbeiten oft mit engen Margen. Gute Auslastung ist daher kein Selbstzweck. Sie ist notwendig, damit Betriebe Qualität halten, investieren und Beschäftigung sichern können. Genau das stärkt auch die Akzeptanz, weil Tourismus sichtbar Nutzen stiftet und nicht als zusätzlicher Preisdruck wahrgenommen wird."
Abschließend hält Zehetner fest: "Die Wintersaison liegt insgesamt im Plus. Das sind gute Vorzeichen, dass der Tourismus seinen Beitrag zum wirtschaftlichen Aufschwung leisten kann. Mit der nationalen Tourismusstrategie Vision T, die wir am 15. Juni präsentieren, setzen wir genau dort an. Wir wollen den Ganzjahrestourismus stärken, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit absichern und die Rahmenbedingungen so verbessern, dass Betriebe und Beschäftigte langfristig profitieren und dass Urlaub in Österreich spitze und leistbar bleibt."
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