Hattmannsdorfer: "Aktive Standortpolitik des Bundes bringt Investitionen und Jobs nach Österreich"
Investitionen von Siemens Energy in Österreich stärken den Industriestandort, es entstehen bis zu 180 neue Arbeitsplätze
Foto: BMWET/Holey
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Der deutsche Energietechnologie-Konzern Siemens Energy baut seine Präsenz in Österreich aus: In Linz entsteht ein neues Servicewerk für Leistungstransformatoren, während im steirischen Weiz die Produktionskapazitäten für Phasenschiebertransformatoren gezielt erweitert werden. Die beiden Projekte leisten einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität, zur Energiewende und zur industriellen Wertschöpfung in den Regionen. Die Investitionssumme beläuft sich auf 155 Millionen Euro. Der Bund leistet dazu einen konkreten Beitrag – mit 7 Millionen Euro für den Standort Linz und weiteren Unterstützungsmaßnahmen für Weiz.
Wolfgang Hattmannsdorfer, Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus: "155 Millionen Euro Investition, bis zu 180 neue Jobs und zwei starke Standorte – das ist ein klares Signal für Österreich als GreenTech- und Industriestandort. Klar ist: Energie ist Standortpolitik. Leistungsfähige Netze sind die Grundlage für Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und die Energiewende.
Mit den Projekten Linz und Weiz setzen wir auf den Ausbau von Schlüsseltechnologien und industrieller Wertschöpfung im Land. Der Bund unterstützt beide Standorte gezielt mit Fördermitteln, um diese Investitionen in Österreich zu ermöglichen und abzusichern.
Gerade mit Blick auf den notwendigen Netzausbau von rund 9 Milliarden Euro in den kommenden Jahren gilt: Wer diese Investitionen hier hält, sichert Jobs, Know-how und Wachstum. Dass diese Projekte jetzt umgesetzt werden, ist ein klares Ergebnis unserer Standortpolitik und zeigt, dass Österreich ein attraktiver Standort ist – nicht zuletzt dank starker Partner wie der Austrian Business Agency. Unser Ziel bleibt klar: mehr Industrie, mehr Wertschöpfung und mehr Zukunft in Österreich."
Tim Oliver Holt, Mitglied des Vorstands der Siemens Energy AG: "Die Energiewende gelingt, wenn Politik und Wirtschaft Verantwortung teilen und gemeinsam handeln. Die Maßnahmen von Österreich und Siemens Energy unterstreichen dieses gemeinsame Ziel und sorgen dafür, unsere Standorte gezielt auszubauen, qualifizierte Fachkräfte einzustellen und die industrielle Wertschöpfung in Österreich langfristig zu stärken. Transformatoren und ihr Service sind dabei systemrelevant – sie sichern nicht nur den kontinuierlichen Stromfluss, sondern machen unsere Netze widerstandsfähig für die Anforderungen der Energiewende."
Markus Achleitner, Wirtschafts-Landesrat Oberösterreich: "Das neue Servicewerk für Transformatoren von Siemens Energy in Linz macht auch sichtbar, dass die Energiewende in Oberösterreich auf einem breiten Fundament steht: Sie wird von den Unternehmen nicht nur mitgetragen, sondern auch mitgestaltet. Transformatoren sind das Rückgrat unserer Energieinfrastruktur – sie sorgen dafür, dass Strom zuverlässig dort ankommt, wo er gebraucht wird. Gerade durch die Energiewende verändern sich die Anforderungen an die Netze und damit bekommen auch Transformatoren noch mehr Bedeutung. Mit einem Investitionsvolumen von rund 60 Millionen Euro und bis zu 80 neuen Arbeitsplätzen entsteht in Linz ein hochmoderner Standort, der bestehende Anlagen länger nutzbar macht, Ausfälle reduziert und damit die Versorgungssicherheit stärkt – ressourcenschonend durch die Instandhaltung bestehender Transformatoren."
Neues Servicewerk für Leistungstransformatoren in Linz
Am Standort Linz errichtet Siemens Energy ein neues Servicewerk für die Instandhaltung von Leistungstransformatoren. In das Projekt investiert das Unternehmen rund 60 Millionen Euro. Bauherr des neuen Werks ist die Felbermayr GmbH, die auch ihre Schwerlast- und Logistikinfrastruktur am Industriestandort Linz einbringt.
Das Servicewerk ist auf die Reparatur und Generalüberholung von Transformatoren mit Leistungen von bis zu 500 MVA und Spannungen bis zu 550 kV ausgelegt und kann unabhängig vom Originalhersteller eingesetzt werden. Auf einer Gesamtfläche von rund 11.900 Quadratmetern inkl. Außenflächen entstehen Produktionshallen, ein Hochspannungsprüflabor sowie Büro- und Sozialflächen. Dank des direkten Zugangs zum Schwerlast-Donauhafen Linz können auch besonders große und schwere Komponenten effizient transportiert werden.
Der Produktionsstart ist für Mitte 2027 geplant. Durch die Verlängerung der Lebensdauer bestehender Transformatoren trägt das Werk zur Stabilisierung der Stromnetze, zur Reduktion ungeplanter Ausfälle und zur Senkung von Emissionen durch die Wiederverwendung von Komponenten bei. Am Standort Linz entstehen bis zu 80 neue Arbeitsplätze.
Standort Weiz: Ausbau für Phasenschiebertransformatoren
Am steirischen Standort Weiz erweitert Siemens Energy die Produktion von Phasenschiebertransformatoren (PST). Für den Ausbau der Wicklungsfertigung sowie den Bau eines zusätzlichen Prüffelds investiert das Unternehmen rund 95 Millionen Euro. Insgesamt entstehen etwa 12.000 Quadratmeter zusätzliche Produktionsflächen.
Durch die Erweiterung kann die jährliche Produktionskapazität etwa verdoppelt werden. Der Produktionsstart der erweiterten Anlagen ist für Anfang 2028 vorgesehen. Mit dem Projekt werden in Weiz bis zu 100 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.
Phasenschiebertransformatoren sind ein zentrales Instrument für das Engpassmanagement in Übertragungsnetzen. Sie ermöglichen eine gezielte Steuerung von Stromflüssen, entlasten überlastete Leitungen und tragen wesentlich zur sicheren Integration erneuerbarer Energien sowie zur Stabilität grenzüberschreitender Stromnetze bei. Die Umsetzung des Projekts erfolgt ausschließlich auf bestehenden Flächen, ohne zusätzliche Bodenversiegelung.
Fotos der Veranstaltung finden Sie unter diesem Link.
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Kontakt:
Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus
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Telefon: +43 664 9657965
E-Mail: andrea.gesierich@bmwet.gv.at
Siemens Energy
Sabrina Martin
Tel: +49 1520 4359578
E-Mail: sabrina.martin@siemens-energy.com
Presseabteilung BMWET: presseabteilung@wirtschaftsministerium.at