Energie-Statistiküberblick 2025 zeigt steigenden Strombedarf und fortschreitende Elektrifizierung Zehetner: Heimische Erzeugung, Netze und Speicher müssen mit steigendem Strombedarf Schritt halten – EABG liegt auf dem Tisch
Die heute veröffentlichte vorläufige Energiebilanz 2025 der Statistik Austria im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus zeigt zentrale Entwicklungen der österreichischen Energieversorgung. Der energetische Endverbrauch stieg 2025 um ein Prozent auf 1.054 Petajoule, der Stromverbrauch nahm um knapp zwei Prozent zu. Gleichzeitig war die Stromerzeugung aus Wasserkraft witterungsbedingt niedriger als im außergewöhnlich niederschlagsreichen Vorjahr. "Österreich hat eine starke Ausgangslage bei erneuerbarer Energie und bei der Elektrifizierung des Energiesystems. Gleichzeitig sehen wir sehr klar, wo der Handlungsdruck steigt. Wenn der Strombedarf wächst, müssen Erzeugung, Netze und Speicher mitwachsen. Der nächste entscheidende Schritt ist das Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz. Es soll Verfahren bündeln, Doppelgleisigkeiten reduzieren und den Ausbau von erneuerbarer Erzeugung, Netzen und Speichern beschleunigen. Dieses Gesetz liegt auf dem Tisch. Jetzt geht es darum, es gemeinsam auf den Weg zu bringen“, so Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner.
Die Energiebilanz bestätigt den fortschreitenden Trend zur Elektrifizierung, unter anderem durch die zunehmende Zahl an Elektrofahrzeugen und den stärkeren Einsatz elektrischer Anwendungen im Wärmesektor. Der Dieselverbrauch sank um sieben Prozent. Die Photovoltaik verzeichnete erneut ein deutliches Plus von 21 Prozent, auch die Nutzung von Umgebungswärme stieg weiter an. Die Nettoimportabhängigkeit Österreichs erhöhte sich 2025 auf 55 Prozent. Ausschlaggebend dafür waren unter anderem höhere Verbräuche bei fossilen Energieträgern sowie gestiegene Erdgasimporte. Der energetische Endverbrauch bei Erdgas stieg um zwei Prozent, die Erdgasimporte um fünf Prozent. Auch Fernwärme und Heizöl wurden aufgrund des höheren Heizbedarfs stärker nachgefragt. Ein gemischtes Bild zeigt sich bei den erneuerbaren Energieträgern. Während Photovoltaik und Umgebungswärme weiter zulegten, gingen Wasserkraft und Windkraft zurück. Bei der Wasserkraft war insbesondere der Vergleich mit dem sehr starken Jahr 2024 maßgeblich, das von hoher Niederschlagsmenge geprägt war. Zehetner abschließend: "Die Energiestatistik bestätigt uns, was auch der jüngste Bericht der Internationalen Energieagentur gezeigt hat: Österreich hat eine starke Ausgangslage bei erneuerbarer Energie, Speichern und Versorgungssicherheit. Wenn Strombedarf und Elektrifizierung zunehmen, müssen auch die Rahmenbedingungen für den Ausbau moderner Energieinfrastruktur entsprechend weiterentwickelt werden. Das EABG liegt bereit, jetzt braucht es einen energiepolitischen Schulterschluss für mehr Unabhängigkeit. Jede Kilowattstunde heimischer erneuerbarer Energie, jedes stärkere Netz, jeder Speicher und jede Effizienzmaßnahme machen uns unabhängiger von internationalen Preisschocks."
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